Volt in Bochum: Ein Rückblick auf die Kommunalwahl
Knapp daneben, ist leider auch vorbei!
Die Kommunalwahl in Bochum ist jetzt drei ganze Tage her. Zeit, die wilde Phase des Wahlkampfs mit dem krönenden Abschluss am Sonntag Revue passieren zu lassen.
Als kleines Team, das wir bei Volt in Bochum sind, haben wir echt ziemlich viel geschafft: einen Infostand jeden Samstag in der Innenstadt, mindestens einen Infostand in einem der Stadtteile pro Woche; dazu mehrere hundert Flyer in Briefkästen, Gespräche an Haustüren, Teilnahme an Podiumsdisskussionen und anderen externen Veranstaltungen (vor allem von Nadja, unserer OB-Kandidatin). Dabei haben wir einen Bruchteil der Mitglieder im Vergleich zu etablierten Parteien, in Bochum haben wir noch nicht mal die hundert voll. Zumal die Quote von Aktiven bei uns verhältnismäßig hoch ist. Auch unser Budget ist um ein Vielfaches kleiner als das etablierter Parteien, da wir in Bochum noch keine staatliche Parteienfinanzierung erhalten.
Unter diesen Voraussetzungen sind die Ergebnisse, die wir eingefahren haben, dann doch beachtlich – man bedenke, dass wir kommunal in Bochum das erste Mal angetreten sind:
- Stadtrat: 1,54% (entspricht einem Ratsmandat)
- OB-Kandidatur: 2,31%
- Bezirksvertretung Mitte: 2,04%
- Bezirksvertretung Wattenscheid: 0,86%
- Bezirksvertretung Nord: 1,25%
- Bezirksvertretung Ost: 1,66%
- Bezirksvertretung Süd: 1,93%
- Bezirksvertretung Südwest: 1,53%
- Ruhrparlament: 2,03%
Trotzdem war die Ernüchterung und Enttäuschung im Team groß. So viel hatten wir gegeben und es hat dann leider doch nur für das eine Ratsmandat gereicht.
Dazu kam dann die Erkenntnis, dass alle progressiven Parteien Prozente eingebüßt haben. Die Stimmung der Wählenden hat sich z. B. im Wandel zur Europawahl doch sehr geändert. Das zeigt auch der hohe Anteil von Wählenden, die sich für die als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei entschieden haben. Das ist erschreckend und verstörend.
Die Energie der Enttäuschung und die Zeit, die ich habe, weil ich kein Mandat bekommen habe, werde ich nutzen, um besonders den Mitgliedern der Bezirksvertretung Mitte in Bochum genau auf die Finger zu schauen. Außerdem lässt sich, wie auch schon hier im Blog beschrieben, Politik von der Außenlinie z. B. durch §24-Anträge machen. Auch diese Möglichkeit werde ich ausgiebig nutzen.
Denn sichere Schulwege ist kein Thema, das auf die lange Bank geschoben werden kann. Auch die Zunahme von Fahrzeugen in dichten Vierteln wie der Speckschweiz kann nicht einfach hingenommen werden, denn der Platz reicht schlicht nicht aus. Deshalb werde ich mich weiterhin für das Projekt „Superblock“ in der Speckschweiz stark machen.
Ich hoffe auf viele interessierte Lesenden und auf Ihre Ideen und Anregungen an mich.
Lila Grüße
Judith Wiemers